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Aktuell

Wie lieblich schön, Herr Zebaoth

ist deine Wohnung, o mein Gott.“ So verwandelt Matthias Jorissen den Psalm 84 in Reimform zum Singen (EG 282). Es ist der Psalm für das Kirchweih-Fest. „Wie lieblich sind deine Wohnungen“. Das Bild (Quelle: wikipedia / wikimedia commons) zeigt den originalen hebräischen Text an der Fassade einer französischen Synagoge. Psalm 84 ist ein kurzer Hymnus mit nur 13 Versen, die voll eindrücklicher Bilder sind. Nicht nur Gott, sondern auch das Heiligtum wird gepriesen. Da geht es um einen Altar als Vogelnest, Gott als Sonne und Schild oder die Wahl zwischen Türhüter und Hütte-der-Gottlosen.

Als Lied des Alten Testamentes zielt es natürlich auf den Tempel in Jerusalem. Auf dem anderen Bild (Quelle: wikipedia / wikimedia commons) sieht man ein Modell dieses Tempels, wie er zur Zeit Jesu ausgesehen hat. Es steht im Israel-Museum in Jerusalem. Auf den ersten Blick, sieht es überhaupt nicht sehr lieblich aus, finde ich, sondern trutzig. Man denkt eher an ein feste Burg und Wehr und Waffen. Naja, vielleicht gab es damals im Tempel schöne Blumen und Deko. Auch die Eisenberger Stadtkirche beeindruckt mit einem mächtigen Wehrturm. Kann man denn sein Kirchengebäude lieb haben?

Viel ohrenschmeichlerischer wird jedenfalls beim chorsinfonischen Sommerkonzert – dieses Jahr schon am 19. Mai, dem Sonntag „Kantate“ – die Lieblichkeit unseres Gotteshauses besungen: In schwelgenden Klängen von Johannes Brahms und den sanft wiegenden Girlanden einer kleinen Telemann-Motette. Auch der Psalmvers „Herr, ich habe lieb die Stätte deines Hauses“ rückt in den Blick. Zudem wird die Kirchweih-Cantate des Mendelssohn-Zeitgenossen Friedrich Moritz Gast aufgeführt. Gekrönt wird das Kirchweih-Jubiläums-Konzert mit dem festlich-frischen Trompetenglanz im Gloria D-Dur von Vivaldi, ganz der Überschrift entsprechend, die Luther dem 84. Psalm gibt: „Freude am Haus Gottes“.

Passionskonzert in der Schlosskirche

Die Musik zur Sterbestunde Jesu am Karfreitag steht in diesem Jahr ganz im Zeichen von J.S. Bach. Zur Lesung der Passionsgeschichte nach Johannes in verteilten Rollen treten die Choräle aus seiner Johannespassion, die der Posaunenchor musiziert. Außerdem erarbeitet Kantor Philipp Popp seit Januar das durchaus anspruchsvolle Orgelwerk „Fantasie und Fuge g-moll“. Die Fantasie, in der Anlage beinahe wie ein kleines Passionsoratorium, entfaltet besonders dank der mitteltönigen Stimmung der berühmten Trost-Orgel ihre dramatische Kraft.